Blind Date im Iran


Bild Date – Spannend, prickelnd, mysteriös, erotisch. Nicht zu vergessen, dass es genauso langweilig, enttäuschend oder unglücklich sein kann. Ist sie hübsch, mit einem süssen Lächeln oder kaum anzusehen mit schiefen Zähnen, riesigen Ohren und einer Stimme wie ein Donnergrollen. Eventuell ist sie dominant oder völlig unterwürfig. Versteht sie Spass oder ist sie eine Spassbremse?
„Hey, nimm Dich in Acht. Es ist wunderbar dort, die Perserinnen lächeln alle Geheimnisse weg und vor allem kennen sie keine Hemmungen!“ so die MMS eines Freundes. Wow – mir dreht es im Kopf. Puhhh, worauf haben wir uns da nur eingelassen? Ist es echt eine gute Idee dorthin zu gehen?

An alle, die sich jetzt gefreut haben, einen intimen und ausführlichen Bericht à la „50 Shades of grey“ lesen zu können, muss ich ein bisschen enttäuschen. Denn hier geht es um unsere Gedanken vor unserer Einreise in den geheimnisvollen Iran. Denn es geht uns im Moment genauso wie vor einem Blinddate (Ja, jemand von uns hat da Erfahrung damit, doch die liegen über 20 Jahre zurück;-)). Wir haben so viele Informationen und Empfehlungen aus verschiedensten Richtungen bekommen, dass wir nicht einschätzen können, was da wirklich auf uns zukommt. Unsere Erwartungen sind herzliche Menschen, unglaubliche Landschaften, gewaltige Kulturschätze, grossen Respekt vor diesem blöden Kopftuch und deren Folgen bei Nichttragen, ständige Überwachung und Polizeikontrollen. Und dem Respekt, das in dieser fremden Kultur überall Fettnäpfchen lauern, in die wir; resp. Oli bestimmt laufend reintreten wird. Wir glauben zu wissen, dass man auf ein „Salam Alaikum“ mit einem „Alaikum Salam“ antwortet, beim Betreten einer Moschee die Schuhe abzieht und die Füsse wäscht, dass die Frau hinter dem Mann gehen sollte, der man alles verhandelt, dass es nicht anständig ist, wenn man Einladungen zum Tee ablehnt und der Mann fremde Frauen nicht ansehen darf.

Etwas vorweg: Die herzlichsten Menschen, die wir je in unserem Leben kennengelernt haben, leben im Iran. Alle, die wir getroffen haben, mit denen wir Worte gewechselt haben, bei denen wir eingekauft haben, mit denen wir gelacht oder diskutiert haben – alle sind unglaublich interessiert, herzlich und denken und handeln modern, soweit es das altmodische und teilweise diktatorische System mit ihren Mullahs eben zulässt. Als Reisender fühlt man sich absolut sicher, kein einziger Mensch würde was stehlen, alle aber wirklich alle Menschen sind hilfsbereit und erachten Gastfreundschaft als das wichtigste Gut im Land. Umso so unglaublicher ist dies, als dass diese Menschen in ihrem Land in nicht einfachen Verhältnissen leben müssen. Freiheit ist anders. Betrachtet man eine absolute Diktatur als Massstab, haben die Menschen grosse Freiheiten, betrachtet man jedoch eine fortschrittliche Gesellschaft mit Eigenverantwortung (so wie wir die Menschen eben erlebt haben), werden sie hier leider unterdrückt. Und zwar gerade so, dass sie zwar latent unzufrieden sind, jedoch gleichzeitig das Beste daraus machen und dabei eine solch grosse echte Herzlichkeit ausstrahlen. Und das ist aus meiner Sicht eine unglaubliche Charakterstärke. Die Menschen im ehemals persischen Reich sind clever, erfinderisch und tüchtig. Und sei es nur um die einschränkenden Regeln des Systems zu umgehen. Irgendwann wird sich dies ändern. Darauf hoffen die meisten Menschen die wir getroffen haben.

Kaum haben wir das Land verlassen, hat sich eine Welle von Demonstrationen in fast allen Städten über die Lebensumstände ergeben, die Menschen haben ihre Unzufriedenheit kundgetan, sind aufgestanden, haben damit ihr Leben riskiert um das Land weiterzubringen und wurden einmal mehr von der Regierung unterdrückt, bei zu grossem Aufmucken wie z.B. Entfernung des Kopftuchs als Widerstand in Gefängnisse geworfen oder von der nationalen Garde (Religionshüter – die Polizei hat sich extrem zurückgehalten) teils mit starker Gewalt unterdrückt. Wir haben dies live mit unterschiedlichen WhatsUp Meldungen mitbekommen.
Warum ein solcher Einstieg, bevor wir überhaupt irgendeine Zeile unserer Reise in diesem Land geschrieben haben. Weil wir uns heute mit vielen Menschen nach sieben Wochen reisen so stark verbunden fühlen, dass wir dies als das allerwichtigste unserer ganzen Erfahrungen im Iran beschreiben: die Menschen!

Salam ohne Alaikum
Zurück zu unseren Anfängen im Iran. Heute ist es soweit. Von Meghri in Armenien geht es via Agarak an die iranische Grenze. Spannung pur. Corinne hat ihr Seidenkopftuch gleich nach der Ankunft und Abziehen des Helmes montiert – sieht lustig aus…hehe. Oli kann gut lachen. Doch jetzt soll er dein Grenzübertritt regeln. Der Mann soll sich beweisen. Sein Salam Alaikum wird von vier Grenzbeamten mit einem herzlichen Salam erwidert. „Nur Salam – kein Alaikum – das sind die Araber – wir sind Perser“ wird er aufgeklärt. Problemlos wird unser restliches armenisches Geld in iranische Rial gewechselt. Dann ziehen zu Fuss mit den Pässen in der Hand zur Immigration. Leichtes Spiel, denn dank der im Vorfeld organisierten Visen erhalten wir den Einreisestempel, der uns erlaubt 30 Tage im Land zu bleiben. Das Carnet de Passage wird ganz genau begutachtet, alles ist i.O. Es kann los gehen.
Wir sind drin. Im Iran. Die ersten Kilometer versetzen uns ins Staunen. Links und rechts neben uns türmen sich gewaltige Berge, wir reisen einem Fluss entlang in einer gewaltigen Schluchtenlandschaft. Mit der Zeit werden die Berge flacher und wir bekommen einen Überblick über eine wunderschöne Landschaft. Immer wieder kleine Burgen, schwer bewacht mit Maschinengewehr-Türmen. Es sind die Grenzsicherungsposten. Macht Eindruck. Es ist Freitag; resp. der erste Wochenendtag für die Menschen hier. Überall entlang des Flusses wird gecampt, Pic-nic gemacht. Die Menschen winken uns zu und möchten dass wir anhalten und uns dazusetzen. Doch wir wollen möglichst direkt nach Jolfa, der ersten Stadt nach der Grenze um eine Versicherung fürs Motorrad abzuschliessen. Das sei hier sehr wichtig haben uns Freunde im Vorfeld erklärt. Lebendig, lebendig. Die Stadt pulsiert, aber alle Geschäfte sind geschlossen. Mitten in der belebten Hauptstrasse finden wir ein Schild mit Insurance. „Welcome to Iran! Es ist Freitag…ach ja klar, der Freitag ist der Sonntag in der muslimischen Welt. Und ausserdem sind wir nicht im Jahr 2017 sondern erst im Jahr 1396. Heute ist alles zu. Ihr müsst nach Täbris“, werden wir von ein paar Jugendlichen begrüsst. Das machen wir. Doch eines vorweg: Wir haben dann auch dort keine Versicherung bekommen, war ja auch Freitag und so haben wir halt einfach keine gehabt bis zum Schluss. Doch bei dem halsbrecherischen Fahrstil vieler Iraner wäre dies ev. doch nicht das Dümmste gewesen. Nix passiert – zum Glück!

Welcome to “carpet city“– Täbris
Zwei Stunden auf der Schnellstrasse durch eine herrliche Landschaft. Doch für uns ist dies eigentlich der falsche Begriff. Schnellstrasse – wir können sowieso nicht schneller als max. 80 kmh fahren. Und bei dem Gegenwind schaffen wir es bei langgezogenen Steigungen gerade mal auf 45kmh. Müsste ich mich nicht so stark auf die vielen Autos konzentrieren, könnte ich es vielleicht geniessen. Dazu kommt, dass ich mit einer Hand den Habash lenke, denn die linke wird zum Winke-Händchen. Alle, aber ausnahmslos alle Fahrzeuge hupen, ganz viele lassen Fenster runter, winken, machen Videos, ein paar davon drängen uns an den Strassenrand und bringen uns zum Stillstand, Familien springen heraus und wollen ein Selfie machen. „Welcome to Iran!!“ Dies geht mehr als sechs Wochen so;-)
Endlich Täbris. Die 2,5 Millionen Stadt. Man hat das Gefühl es gebe keine Verkehrsregeln im Iran. Von links nach rechts und zurück wird hier auf vier Spuren gefahren. Ich als Navigatorin bin echt gefordert. Auf dem GPS sieht man die Strassenlinien nicht gut. Und Oli ist auch etwas nervös, weil ich immer einen Tick zu spät bin. Und das Hupen ist plötzlich nicht mehr freundlich gemeint. Doch gegen Abend finden wir, welch ein Wunder, im Lonely Planet beschriebenen Passenger Park. Ein öffentlicher Park in dem man campen darf. Die Wachmänner sind sehr freundlich und sagen, dass auch andere Reisende hier sind. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Und wer ist da? Uwe und Sabine, mit denen wir immer wieder unterwegs waren. Auf Empfehlung von Uwe laufen wir durch das Quartier und verköstigen uns beim kleinen Restaurant um die Ecke mit Kabab. Fleischspiesse mit Tomate, etwas eingelegtem Gemüse und Naan (Fladenbrot). Es war das erste von gefühlten tausend Mal im Iran. Es gibt die Spiesse mit Lamm, Rind, Curry-Hühnchen oder Innereien. Im ganzen Land an jeder Ecke. Immer das Gleiche. Doch wir lieben es!

Reza und die Reise in die Vergangenheit
Unbeholfen in diesem fremden Land, lassen wir uns auf ein Gespräch mit einem pensionierten Mathematikprofessor ein, der uns beim Frühstückskaffe besucht. Reza sein Name. Unaufdringlich, voller Enthusiasmus und in gutem Englisch erzählt er drauflos. Er ist im Element – Täbris ist seine Stadt. Um seine mehr als bescheidene Rente aufzubessern, arbeitet er als Fremdenführer. Zu unserem Glück schliessen wir uns mit ihm zusammen. Zwei Tage gehen wir mit ihm auf Entdeckungstour: die blaue Mosche, das Teppichmuseum – Täbris ist die Teppichhauptstadt, Arg-e-Täbris und natürlich den historischen und weltbekannten Bazaar. Wir entfliehen in eine andere Welt.
Leider können wir aufgrund des beschränkten Platz auf dem Habash keinen Teppich kaufen. Sowieso wären die, die uns gefallen haben so teuer wie unser ganzes Reisebudget…mehrere zehntausend Franken…reine Seide. Bei uns zu Hause eher aus der Mode, werden solche Schmuckstücke nach wie vor von Menschen aus der ganzen Welt gekauft. Speziell auf dem berühmten Bazaar (Einer der grössten der Welt) erleben dank Reza eine Reise in eine von uns längst verloren geglaubte Welt voller Wunder, Geheimnisse und persischer Magie. Die Hochkultur und Geschichte Persiens ist spürbar. Wir glauben zu spüren, dass Menschen sich in der ursprünglichen persischen Welt zu Hause fühlen. Nur hinter vorgehaltener Hand und mit einem leisen Flüstern erwähnen und bekennen sich fast alle unserer Gesprächspartner zu Persien und erzählen voller Stolz vor der Zeit vor 1979. Die wunderbare Zeit vor den Mullahs. Heute ist viel Vorsicht geboten dies öffentlich kundzutun, denn überall lauern Spione der Regierung. Man spricht davon, dass einer von vier Zuhörer des Mullah Regimes ist und anders geäusserte Meinungen sofort kundtun. Repressalien können folgen: Jobverluste, Ausschluss aus Gemeinden, bis hin zu Gefängnis. Für uns unvorstellbar. Und so beschliessen wir, politische und religiöse Themen nicht einzubringen, um unsere Gesprächspartner nicht in schwierige Situationen zu bringen.

Nicht kann uns etwas anhaben
Es ist Anfang November und eine Reise zu diesem Zeitpunkt kann im Norden Irans kann ganz schön mit Wetterkapriolen gesät sein. Die voraussichtlich kalten Temperaturen haben wir bisher zum Glück noch nicht erlebt. Unsere letzte Nacht in Täbris ist verregnet und stürmisch. Ein guter Zeitpunkt um weiterzuziehen. Doch der Tag wird nicht besser. Begleitet von einem Sandsturm ziehen wir Richtung Osten, nach Kandovan. Nachdem Oli alle 5 Kilometer anhalten musste, um seine Augen und die Sonnenbrille, fährt er mittlerweile mit der kultigen Motorradbrille, die ganz geschlossen ist. Wie eine Taucherbrille. Die wunderschöne Landschaft sehen wir fast nicht. Zuerst wegen dem Sand, dann wegen dem Nebel. Und ab 1500m.ü.M. bekommt Habash so wenig Luft (Der Luftfilter war zu wie es sich später herausstellte), dass wir mit 20 km/h die Hügel hochklettern. Es ist so kalt, dass Oli während dem Fahren laut singt um sich abzulenken. Endlich in Kandovan. Es ist eine Landschaft, in der Menschen in „Höhlenhäuser“ in den Bergen wohnen. Ähnlich wie in Kappadokien in der Türkei. Mittlerweile wird die Gegend ausgebaut, denn es ist eine beliebte Wohngegend geworden. So mischen sich traditionelle Höhlenhäuser mit angebauten kleinen Wohnhäusern aus Stein und Lehm. Es gibt hier sogar ausgebaute Gästehäuser. Nicht gerade günstig, doch spektakulär. Für einen kleinen Preis bekommen wir bei einem Lebensmittelhändler ein einfaches Zimmer. Wir sind die einzigen Touristen hier. Das malerische Felsendorf fasziniert uns. Mit den letzten Sonnenstrahlen erkunden wir das kleine Dorf. Steile Pfade führen uns durch die in den felsgehauenen Häusern, kleine Pferde transportieren Waren nach oben und die Einwohner gehen ihren täglichen Arbeiten. Idyllisch schön. Über Nacht bleiben wir. Das stürmische unfreundliche Wetter beschert uns eine gemütliche Nacht im einfachen Zimmer. Zum Glück sind wir nicht im Zelt. Mehr zu Kandovan: hier drücken

Wüsten-Berge und wunderbare Märkte
Miandoab, das stark kurdisch geprägte Tikab sind die nächsten Stationen. Begleitet von Kabab, iranischen Fleischspiessen, kunterbunten Märkten, Tee statt Kaffee und viele Selfies begleiten uns. In den Städten übernachten wir in sogenannten „Mosaferkhanehs“ – die Bezeichnung für sehr, sehr einfache Zimmer, die in der Regel von vornehmlich männlichen Einheimischen genutzt werden. Und die sind wirklich sehr einfach. Mehr oder weniger sauberes Zimmer, ein Bett mit einer tausendmal benutzten und niemals gewaschenen Wolldecke, einem Plastikstuhl, Dusche / WC auf dem Gang (oftmals nur für Leute, die hart im Nehmen sind), dafür immer oberhalb einer Kabab Bude. Wir bekommen täglich auch Einladungen von den Menschen um bei Ihnen zu Hause zu übernachten. Dabei fühlen wir uns etwas verlegen, da wir uns noch etwas unsicher fühlen, ob wir dies denn einfach so annehmen sollten oder ob es einfach die Höflichkeit der Menschen ist, ihre Gastfreundschaft zu zeigen. Wir fühlen uns auf den Märkten richtig wohl. Es lebt von den Begegnungen mit den Menschen. In jedem Ort begeben wir uns dorthin. Es macht richtig Spass. Man sieht uns natürlich an, dass wir nicht von hier sind. Leider können wir nur ein paar Worte Farsi. Zusammen mit der Zeichensprache und ein paar Brocken Englisch verstehen wir uns gegenseitig. Noch nie fühlten wir uns in einem Land so willkommen wie hier. Geschenke, unzählige Einladungen oder ganz einfach ein nettes Gespräch prägen diese Tage. Sind wir on-the-road geben wir ein beliebtes Fotomotiv ab. Selfies immer und überall. Da im Iran Faceboob gesperrt sind, ist Instagram als Kommunikationskanal sehr beliebt. Oli’s steigert seine Follower täglich. Durch imposante und karge Gebirgslandschaften reisen wir auf einer Höhe zwischen 1200 und 2600müM Richtung Westen. Beim geschichtsträchtigen Feuertempel Takht-i-Suleiman tauchen wir in die Vergangenheit ein. Immer wieder wird einem bewusst, was Persien für eine Hochkultur gewesen ist. Das Wetter fordert uns alles ab. Lange Thermowäsche, zwei Lagen T-Shirts, Faserpelz, Motorradjacke, das alles nützt herzlich wenig gegen den fiesen Wind und die tiefen Temperaturen. Der Gedanke ans Übernachten im Zelt versetzt uns nicht gerade in Hochstimmung. Auf der Suche nach einem windgeschützten Platz oder einem einfachen Hostel rund um Dandi werden wir von Hammed angehalten. Wir sollen doch zu ihm kommen. Puh…genau der richtige Moment. Es wird ein Abend voller spannender Gespräche. Und wir schlafen wie Babys am Boden im Gästezimmer. Danke vielmals!

Durchhalten, durchhalten
Nach mehreren eindrücklichen Tagen sind wir wieder zurück auf der Achse von Täbris nach Teheran. Wir befinden uns auf der Strecke von Zandschan nach Qazwin. Wir wollen die sagenhafte Geschichte der Assassinen kennenlernen. Im Alamut Valley soll die berüchtigte Burg des „wahren Alten vom Berge“, dem Oberhaupt der Nizariten. gewesen sein. In einem schwerzugänglichen Gebirge, sollen die Ausbildungen der berüchtigsten Meuchelmörder stattgefunden haben, strategische Pläne und geheimnisvolle Bündnisse geschmiedet sowie die Befehle der Meuchelmorde erteilt worden sein. Heute spricht man davon, dass die Terrortaktik dort entstanden worden sei. Die Glaubensgesellschaft der Nizariten mit ihrem Oberhaupt Aga Khan’s hat sich schon vor hunderten von Jahren von der Gewalt abgewandt, dennoch ist oft nur dieses tiefschwarze Kapitel ihrer Geschichte den Menschen in Erinnerung. Die Hollywood Verfilmungen „Assassins Creed“ und die gleichnamigen Computerspiele tragen ebenfalls dazu bei, dass diese Geschichten mystifiziert wurden. Wir sind gespannt was uns da erwartet. Einblick in die Assassinen: hier drücken

Auf der Hauptstrasse Richtung Qazwin lassen sich Habash, Corinne und ich nicht vom anhaltenden Regen unterkriegen. Und dann tauchen sie vor uns auf. Zwei Fahrradfahrer. Sie kämpfen ebenfalls gegen das Wetter an. Wir schmunzeln und bemitleiden sie ohne Worte. „Hey, Oli halt an. Das sind Hannes und Katharina, die in der Schweiz lebenden Österreicher. Wir haben sie im Passenger Park in Täbris kennengelernt.“ Winke. Winke. Im Regen unterhalten wir uns mit Ihnen und tauschen unsere Tageziele aus. 10 Minuten später sind wir wieder unterwegs. Da rauscht ein Lastwagen mit offener Brücke und zwei Fahrräder darauf vorbei und spritzt uns voll. Von wegen Mitleid mit Fahrradfahrern. Die Glücklichen.

In Qazwin angekommen finden wir mit dem Taleghani Inn ein sauberes, günstiges Hotel. Von hier aus planen wir die Alamut Entdeckungsreise. Alles kommt wie es sein soll, nur anders;-)