Aktuelles

Brandaktuell

Ab dem 20. Dezember 2019 ziehen wir nach Kapstadt, um dort Weihnachten / Neujahr mit unseren Freunden zu verbringen. Wir freuen uns auf Esther und Phillip.

Ende Januar sind wir zurück in Namibia und werden dann ein paar Wochen auf einer WIldfarm im Antio Poaching und Aufbau einer kleinen Tented Lodge mithelfen. Mitte April 2020 satteln wir den Habash und es warten weitere verrückte Abenteuer. Angola, Kongo Fluss, Zentralafrika, Cameroon, durch Westafrika nach Mauretanien und Marokko. Wir planen gegen Mai 2021 nach Hause zu kommen. Doch das mit dem Planen ist so eine Sache in Afrika…The Incredible Slowriders sind noch ein Weilchen unterwegs…

Licht und Schatten der letzten Wochen

Indiana Oli

Der Traum einer eigenen Eco Lodge am Chobe River
Die Familie unseres langjährigen Freunds DT hat Land geerbt. Und was für ein genialer Ort. In einem Wildlife Korridor, in der Nähe der Ngoma Bridge. Hunderte Zebra, Elefanten, Löwen, alles ist dort zu sehen. Kaum sind wir in Kasane angekommen, gehen wir das Projekt an. Eine eigene Eco Lodge am Chobe Channel. Das wäre ja verrückt. Landbesichtigung, Familiengespräche, erste Kontakte zu den Behörden, Gespräche mit Gründungsfirmen. Anfangs sieht alles gut aus. Geld kommt zusammen. Erste Pläne werden konkreter. Doch nach drei Wochen stellen wir täglich mehr und mehr fest, dass wir eigentlich gar nicht wirklich willkommen sind. Vermeintliche Freunde von Freunden (weisse Lodgebesitzer) geben klar zum Ausdruck, dass wir es besser sein lassen sollen, der verantwortliche Tourismusdirektor räumt uns erst in zwei Jahren die Chance auf eine Lizenz ein, das Workvisa ist ziemlich schwierig, Campingplätze dürfen nur noch Botswaner machen, etc. Nach drei intensiven Wochen brechen wir die Übung ab, denn das Investitionsrisiko ist sehr hoch. Wir haben den Eindruck bekommen, dass Botswana sucht keine Investoren die Schritt für Schritt etwas aufbauen, sondern potente Geldgeber, die in einheimische Projekte investieren und sich raushalten. Es isch amol as Träumli gsi…

Chinyingi – Brücke der Hoffnung
Sambia ist ein Traumland. Es gibt noch so viel zu entdecken. Ursprüngliches Afrika, kontaktfreudige und herzliche Menschen, wilde Gegenden. Wir sind alles dem mächtigen Zambezi entlang bis zur Quelle an der Kongo DRC Grenze gereist. Schönste Sandtstrände, Wasserfälle und die grössten Krokodile im südlichen Afrika. In Chinyingi steht die längste Swinging Bridge Afrikas. Über 350 Meter lang, verbindet sie den äussersten Teil Westsambias mit dem Rest des Landes. Nur zu Fuss, mit Fahrrad und dem Motorrad kann man rüber. Seit 1975 lässt sie die Menschen den gewaltigen Fluss sicher überqueren. Früher wurden die Leute mit Einbäumen rüber gebracht. Viele sind den Krokodilen zum Opfer gefallen. Es ist ein Besuch wert. Man kann direkt am Fluss campieren und kommt mit den Menschen täglich in Kontakt. Wir haben 5 Tage dort verbracht. Es war super. Doch die Brücke kommt in die Jahre und muss dringend saniert werden. Die Erbauer (katholische Mission) haben kein Geld mehr, die Regierung will nichts damit zu tun haben. Hoffentlich gibt es eine Lösung.

Mana Pools NP, Simbabwe
Endlich da. Seit Jahren wollten wir nach Mana Pools Nationalpark. Immer wieder wird gesagt, dass es einer der schönsten Parks der Welt ist. Der Tierreichtum sei unvergleichlich. Aufgrund der extremen Dürre im südlichen Afrika sind viele Pools ausgetrocknet. Die Tiere suchen verzweifelt Nahrung und wurden von den Rangern gefüttert. Kein schönes Bild. Die Preise sind gewaltig und das Hauptcamp (das einzige was wir uns überhaupt leisten konnten) hat wenig Wildnis Charme. Mittlerweile sind auch einige Teile des Parks als Konzessionen an reiche Investoren verkauft worden. Man darf da nicht mehr reinfahren. Dennoch war es ein Ausflug wert und bestimmt noch viel eindrücklicher, wenn es nach dem Regen grün ist, die Pools voll sind und man auch Raubtiere unterwegs sieht.

Lower Zambezi NP  
Was für eine positive Überraschung. Wir sind vom Osten her die alte Verbindungsroute reingefahren. Nicht ganz legal, aber auch nicht verboten. Verbotenerweise haben wir dann im Park hinter Büschen versteckt gecampt. SO hatten wir die Chance, ganz früh im zentralen Teil des Parks unterwegs zu sein. Viele Lagunen und kleine Tracks führten uns durch die tiefe Wildnis. Elefanten, Leoparden, Büffel, Giraffen und vieles mehr. Der Hammer. Ok, nicht ganz legal, denn man darf nicht campen und muss jeden Tag neu reinfahren. Dabei wird man von Westen her niemals diese Orte frühmorgens erreichen, da sie zu weit vom Hauptgate weg sind. Nur gut betuchte Gäste der beiden Luxuscamps ist es möglich, frühmorgens in diesem Gebiet auf Entdeckungstour zu gehen. Wir waren frech und es hat sich gelohnt!

Extreme Dürre
Das südliche Afrika erlebt gerade einer seiner lang anhaltendsten Dürren seit Menschengedenken. Die natürlichen Wasserlöcher in den meisten Parks sind längst ausgetrocknet. Wasser ist für Mensch und Tier das wertvollste Gut überhaupt. Die Felder sind verdorren, die letzten grünen Pflanzen oder Maiserträge werden den Menschen von den Elefanten ratzfatz weggefuttert. Tiere und Menschen leiden. Speziell in Simbabwe haben wir überall in den Parks tote Elefanten angetroffen. Kein schönes Bild. Dennoch. Die Löwen und Geier haben Fresssaison und werden sich hoffentlich wieder vermehren. Denn die gewaltige Überpopulation von Elefanten wird so wenigstens ein bisschen von der Natur reguliert. Doch für die Menschen ist es in jeder Weise tragisch. Nothilfe Projekte versorgen die Menschen mit Millipap (Maismehl), damit sie überleben. Neben der politisch angespannten Situation, der inexisten Versorgungslage und dem Human/Animal Konflikt verschärft die Lage. Eine selten dagewesene Hungersnot im Norden Simbabwes ist die Folge. Einfach krass.   

Motorradfahren in Botswana und Caprivi Zipfel  
Hunderte Kilometer auf dem Asphalt, 38 Grad+ und fast keine Kurve…langweilig…ein ständiger Kampf. Es gibt schönere Strecken.

Bwanapolis – Zu Hause bei Carsten Möhle und Himba Uwe   
Bwanapolis ist unser zu Hause in Windhoek. Wir freuen uns jedes Mal, unsere Freunde Carsten, Manuela, Himba Uwe und alle weiteren Gäste dort zu treffen. Bwana Tucke Tucke in Windhoek ist nur ein sehr erfolgreicher Tourveranstalter, sondern auch die Heimat verrückter Afrika Spezialisten. Sich im Bwana House, genannt Bwanapolis zu treffen, ist wie nach Hause zu kommen. Sei es zum Austausch, um ein paar Tage rumzuhängen oder zum Arbeiten – man ist immer herzlich willkommen. Der Afrika Abenteurer Carsten Möhle, hat einen speziellen Ort für Leute wie ihn selber geschaffen – für Afrika Verrückte und solche die es werden wollen. Lieber Carsten, vielen Dank für alles!

Corinne Jane

Diqae Qare – Bushman Life Botswana
Eine der einzigen Camps/Lodges, die von echten Kalahari Buschleuten geführt wird. IN der Nähe von Ghanzi in Botswana, kann man echte Bushman Gastfreundschaft erleben. Wir waren fast drei Wochen dort, durften uns auf ihrem Gebiet frei bewegen und sind viele Tage in der Wildnis auf der Lauer gelegen, haben ein Versteck für die Tierbeobachtung gebaut und bei kalten Kalahari Nächten den Arsch abgefroren. Trotzdem war es eine geniale Erfahrung. Das Beiwohnen bei ihren traditionellen Tänzen in der saukalten Nacht, waren echte Highlights. Ach, wir lieben die Buschleute und ihre herzliche Art.

Weg mit den Fäden / Haare schneiden in Lusaka
Meine Haare habe ich nun fast zwei Jahre nicht mehr geschnitten. Rapunzel lässt grüssen. Zum Glück treffen wir wieder einmal unsere Reisefreunde aus der Schweiz. Die Harmattans – Werni, Silvana und ihr Sohn Michi. Silvanas Schwester ist professionelle Coiffeuse in der Schweiz. So gesehen, müssten Silvana doch auch etwas davon verstehen, meint Werni. Doch die Frisuren ihrer beiden Männer sind nicht die beste Referenz… (Rasta und lange Haare). Doch mein Wunsch nach einem Haarschnitt ist so gross, ich lasse mich trotzdem darauf ein. Und Silvana ist ein echtes Talent. Meine Frisur ist klasse. Vielen Dank an Silvana – dem fliegenden Coiffure!

South Luangwa NP / Wildlife Camp
Allein die alte Petauke Strasse zum South Luangwa ist eine wunderbare Erfahrung. Pure Wildnis. Unterwegs bleiben für 3 Tage auf einem staatlichen Jagdcamp und lernen mehr von den Guides und der Jagd in Sambia. Zu Fuss gehen wir mit ihnen auf Beobachtungstouren. Danach ist das Wildlife Camp in South Luangwa ist der Hit. Da campst du oberhalb des Luangwa Flusses und unter dir schwimmen Krokodile, überqueren Elefanten den Fluss und manchmal hört man die Löwen brüllen. Und das alles ausserhalb des Parks. Drinnen haben wir Wildhunde gesehen. Es war eine gute Zeit. Auch weil wir dann zusammen mit den Harmattans die Zeit geniessen konnten. Wir finden diese Reisefamilie aus der Schweiz einfach super Typen.  

Werners City Golf Safari im Okavango
Seit Jahren haben wir nun mit unserem guten Freund Werner (the white bushman) abgemacht. Und wir haben es nie geschafft. Da er zwischen Namibia und Deutschland pendelt und unsere Reisepläne nie wie geplant stattfinden, haben wir uns immer um ein paar läppische Tage oder Wochen verpasst. Doch nun geht’s mit Werner und Christine auf Safari. In den Mahango NP im Okavango Delta. Zu viert im kleinen City Golf. Das war ein Erlebnis.   

Kwetu – Work Away – Farmarbeit in Wilhelmstal  
Nun ist es klar. Da die Verschiffung nach Ghana nicht klappte, wir eigentlich im Herzen unserem grossen Plan der Afrika Umrundung folgen wollten, haben wir uns nach hundertfacher Überprüfung unseres Budgets entschieden, bis im nächsten April im südlichen Afrika zu bleiben und nach der Regenzeit durch Zentral- und Westafrika zu reisen. Das bedeutet aber auch, dass wir sparen müssen. Arbeit für Kost und Logis – workaway. So landen wir für 4 Wochen auf einer Wurst- und Käsefarm in Wilhelmstal in Namibia. In der Zeit machen wir ein neues Branding für die Firma inkl. Website, Flyer, grossen Signboards, erstellen ein Konzept für den neuen Shop und das Bistro. Dazu kümmern wir uns um die kleinen Kakadus im Vogelpark, befreien den Garten und den Park von Unkraut, helfen beim Wurst machen, putzen die Käse und kochen meistens das Abendessen für alle. Vier Wochen ohne Pause sind dann aber genug. Wir haben den Eindruck, dass dies als zu viel Selbstverständlichkeit angesehen wird. Es blieb keine Zeit für die eigene Arbeit wie unsere Bloggeschichten oder die Travel Movies. Auch haben wir wenig Verständnis von der Besitzerin dafür erfahren. Mit gutem Gewissen und dem Beweis, dass wir noch immer hart arbeiten können, ziehen wir weiter.

Endlich Regen – wenigstens ein bisschen Freude
Wenige Worte. Endlich. Herrlich. Wie im Paradies.

Bisherige Reparaturen am Habash

12x Reifen hinten über Kreuz getauscht
3x Ansaugstutzen Vergaser
1x angeblicher Quality-Comfort Sattel von Ural neu nähen lassen
1x neuer Sattelbezug von Profi in Istanbul machen lassen
4x Standgas neu justiert
8x Ventilspiel justiert
10x Ölwechsel Motor
6x Ölfilter ersetzt
5x Ölwechsel Getriebe und Endantrieb
14x Luftfilter gewechselt / ausgewaschen
1x Haarriss bei Gehäuse Endantrieb in Istanbul schweissen lassen
7x Kreuzgelenke gefettet
2x Neue Kreuzgelenke
1x Satteltaschen genäht und verstärkt
1x Halterung Scheibenbremse ersetzt
1x Leck am Tank geschweisst
16x Reifen Heidenau K37 aufgezogen (Neu und Wechsel)
1x gebrochene Hinterradschwinge geschweisst
4x Bleche im Beiwagen geschweisst
3x Bremsbacken Scheibenbremse gewechselt
4x neues Kupplungskabel
1x Hub Endantrieb erneuert
1x Kerzenstecker gewechselt
10x Kerzen verbraucht
1x Lithium Batterie komplett neu geladen
3x Benzinschläuche ersetzt
7x Plattfüsse / Schlauch geflickt
5x Schläuche ersetzt
3x Glühbirnen Licht Boot gewechselt
4x Auspuff abgerissen
1x neuer Auspuff „Proudly South African“ montiert
1x Hardyscheibe ersetzt
1x Kardangelenk ausgewechselt
9x gebrochene Speichen gewechselt